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Vorschriften 4 Min. Lesezeit

Was kostet der Drohnenführerschein 2026?

Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist in Deutschland kostenlos, das A2-Fernpilotenzeugnis kostet meist 50 bis 200 Euro. Alle Preise und Fallen im Überblick.

Redakcja dronexamine
Drohnenpilot mit Fernsteuerung in der Hand

Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist in Deutschland kostenlos, das A2-Fernpilotenzeugnis kostet je nach Prüfstelle meist zwischen 50 und 200 Euro. Dazu können optionale Kurse und die Registrierung beim Luftfahrt-Bundesamt kommen. Was du wirklich zahlst, hängt davon ab, wie schwer deine Drohne ist und wie nah du an Menschen fliegen willst.

Ist der A1/A3-Drohnenführerschein wirklich kostenlos?

Ja. Der sogenannte kleine EU-Drohnenführerschein, offiziell EU-Kompetenznachweis für Fernpiloten (A1/A3), ist beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) über das Portal auf lba-openuav.de gebührenfrei. Du legst dir ein Konto an, arbeitest die Lerninhalte durch und absolvierst online eine Prüfung mit 40 Fragen. Bestehst du, bekommst du das Zeugnis als PDF, das fünf Jahre gültig ist.

Kostenlos ist hier tatsächlich kostenlos: keine versteckte Prüfungsgebühr, kein Zwang zu einem kostenpflichtigen Kurs. Die einzige Voraussetzung ist ein Konto und, für die Registrierung als Betreiber, eine BundID oder ein anderes akzeptiertes Ausweisverfahren.

Was kostet das A2-Fernpilotenzeugnis?

Das A2-Fernpilotenzeugnis (der große Drohnenführerschein) brauchst du, wenn du mit Drohnen der Klasse C2 näher als 150 Meter an Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete oder bis auf 30 Meter an unbeteiligte Personen heranfliegen willst. Hier fällt eine Gebühr an, weil die Prüfung bei einer vom LBA benannten Prüfstelle abgelegt wird.

In Deutschland liegen die Preise typischerweise so:

  • Reine A2-Prüfung ohne Kurs: etwa 50 bis 100 Euro
  • Prüfung mit begleitendem Online-Lernpaket: rund 100 bis 200 Euro
  • Präsenzschulung inklusive Prüfung: 150 bis 350 Euro

Die genaue Höhe legt jede Prüfstelle selbst fest, daher lohnt der Vergleich. Achte darauf, dass die Prüfstelle offiziell benannt ist, sonst ist dein Zeugnis nicht anerkannt. Bevor du zur Prüfung gehst, kannst du mit dem Trainer und den Lernkarten von dronexamine gezielt üben, damit du nicht wegen vermeidbarer Fehler durchfällst und die Gebühr doppelt zahlst.

Welche Voraussetzung gilt vor der A2-Prüfung?

Vor der A2-Theorieprüfung musst du bereits den A1/A3-Kompetenznachweis besitzen. Außerdem verlangt die Verordnung ein praktisches Selbststudium, das du selbst dokumentierst. Das kostet nichts außer Zeit, ist aber Pflicht. Rechne die Reihenfolge in dein Budget ein: erst der kostenlose A1/A3-Nachweis, dann die kostenpflichtige A2-Prüfung.

Welche Kosten kommen sonst noch dazu?

Der Führerschein allein reicht nicht, um legal zu fliegen. Plane diese Posten ein:

  • Registrierung beim LBA: Die Registrierung als UAS-Betreiber ist gebührenpflichtig, die Gebühr liegt im niedrigen zweistelligen Bereich. Prüfe den aktuellen Betrag beim LBA, da sich Gebührensätze ändern können. Du bekommst eine e-ID (Betreibernummer), die auf jede Drohne muss.
  • Haftpflichtversicherung: In Deutschland ist eine Drohnen-Haftpflicht Pflicht. Spezialtarife starten bei etwa 30 bis 90 Euro im Jahr, je nach Deckungssumme und ob privat oder gewerblich.
  • Drohnenkennzeichnung: Ein feuerfestes Plakette mit deiner e-ID kostet wenige Euro.

Unterm Strich kommst du für den A1/A3-Weg mit Registrierung und Versicherung auf grob 50 bis 120 Euro im ersten Jahr. Mit A2 liegst du eher bei 150 bis 400 Euro, abhängig von der Prüfstelle.

Lohnt sich ein kostenpflichtiger Vorbereitungskurs?

Das hängt von dir ab. Für A1/A3 reicht vielen das kostenlose LBA-Material plus etwas gezieltes Üben. Für A2, wo Themen wie Meteorologie, Risikominderung und Fluggeräteleistung dazukommen, hilft strukturiertes Lernmaterial, den Stoff in wenigen Tagen sicher zu beherrschen. Ein Kurs ist kein Muss, aber wenn du selten prüfungsnah lernst, sparst du dir mit guter Vorbereitung eine teure Wiederholung.

Häufige Fragen

Ist der Drohnenführerschein einmal zahlen oder jährlich?

Die Prüfungsgebühr fällt einmalig an. Beide Nachweise sind fünf Jahre gültig. Danach musst du eine Verlängerung oder Auffrischung machen, für die je nach Nachweis erneut Kosten anfallen können. Laufende Kosten entstehen vor allem durch die jährliche Haftpflichtversicherung, nicht durch den Führerschein selbst.

Muss ich für jede Drohne extra zahlen?

Nein. Der Kompetenznachweis gilt für dich als Pilot, nicht pro Drohne. Auch die Betreiberregistrierung beim LBA machst du einmal für dich als Person oder Unternehmen. Kommen neue Drohnen dazu, kennzeichnest du sie nur mit deiner bestehenden e-ID, ohne neue Führerscheingebühr.

Kann ich die A2-Gebühr sparen, wenn ich nur A1/A3 mache?

Ja, wenn deine Flüge in die Unterkategorien A1 und A3 passen. Fliegst du eine Drohne unter 250 Gramm oder hältst du in A3 großen Abstand zu Menschen und bebauten Gebieten, brauchst du kein A2. Der kostenlose A1/A3-Nachweis genügt dann vollständig.

Sind Prüfstellen für A2 überall gleich teuer?

Nein. Jede benannte Prüfstelle setzt ihre eigenen Preise fest, daher schwanken die Kosten zwischen etwa 50 und mehreren hundert Euro. Vergleiche mehrere Anbieter und achte darauf, ob nur die Prüfung oder auch ein Kurs enthalten ist.

Dein nächster Schritt

Lege dir zuerst kostenlos ein Konto im LBA-Portal an und mach den A1/A3-Nachweis. Erst wenn du weißt, dass deine Flüge A2 erfordern, buchst du eine Prüfstelle. Bereite dich vorher mit dem Trainer von dronexamine vor, dann bestehst du im ersten Anlauf und zahlst keine Gebühr zweimal.