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Ausrüstung 4 Min. Lesezeit

Drohnen-Klassen C0 bis C6 einfach erklärt

Die CE-Klassen C0 bis C6 entscheiden, welche Drohne in welche Kategorie und Unterkategorie fällt. Tabelle, Gewichtsgrenzen und was das für deinen Flug bedeutet.

Redakcja dronexamine
Verschiedene Drohnenmodelle nebeneinander

Die Klassen C0 bis C6 sind EU-weite Kennzeichnungen, die dir sagen, in welcher Unterkategorie du mit einer Drohne fliegen darfst. Sie richten sich vor allem nach Gewicht und technischen Eigenschaften. C0 bis C4 gehören zur offenen Kategorie, C5 und C6 zur speziellen Kategorie. Das Klassenlabel entscheidet, ob du A1, A2 oder A3 brauchst.

Was bedeuten die C-Klassen und wo stehen sie?

Jede neue Drohne, die diese Anforderungen erfüllt, trägt ein CE-Klassenlabel, etwa ein kleines C1- oder C2-Symbol auf dem Gerät und in der Betriebsanleitung. Dieses Label bestätigt, dass der Hersteller bestimmte technische Vorgaben einhält, zum Beispiel maximale Bewegungsenergie, Geschwindigkeitsbegrenzer, Remote ID oder Geo-Sensibilisierung.

Ältere Drohnen ohne Klassenlabel fallen in Übergangsregelungen (sogenannte Bestandsdrohnen). Für sie gelten eigene Regeln nach Gewicht, meist in A1 (unter 250 g) oder A3.

Welche Klasse gehört in welche Kategorie?

Hier die Übersicht der Klassen der offenen Kategorie:

KlasseMaximale StartmasseTypische UnterkategorieFührerschein
C0unter 250 gA1keiner (bei Kamera nur Registrierung)
C1unter 900 gA1A1/A3
C2unter 4 kgA2 (oder A3)A2
C3unter 25 kgA3A1/A3
C4unter 25 kgA3A1/A3

C4 ähnelt C3, ist aber für Drohnen ohne automatische Steuerungssysteme gedacht, etwa Modellflug-nahe Geräte.

Was bedeuten C5 und C6?

C5 und C6 gehören nicht zur offenen, sondern zur speziellen Kategorie. Sie sind für Standardszenarien (STS) gedacht:

  • C5: für Betrieb nach dem Standardszenario STS-01, Flug in Sichtweite (VLOS) über bebautem Gebiet unter definierten Bedingungen. C5 kann auch ein Umbausatz auf Basis einer C3-Drohne sein.
  • C6: für das Standardszenario STS-02, Flug außerhalb der Sichtweite (BVLOS) in dünn besiedelten Gebieten mit Luftraumbeobachtern.

Fliegst du eine C5- oder C6-Drohne im jeweiligen Standardszenario, brauchst du eine entsprechende Kompetenz und musst dem LBA eine Betriebserklärung vorlegen. Das geht über den einfachen Onlinenachweis hinaus.

Wie finde ich heraus, welche Klasse meine Drohne hat?

Schau auf das Gerät und in die Betriebsanleitung. Trägt die Drohne ein C-Label, ist die Klasse eindeutig. Fehlt das Label, handelt es sich meist um eine Bestandsdrohne, dann zählt das Abfluggewicht. Als Faustregel:

  • Unter 250 g: du fliegst in A1, brauchst bei Kamera aber die Registrierung.
  • 250 g bis unter 25 kg ohne Label: du fliegst in A3 mit großem Abstand zu Menschen und Bebauung.

Wenn du unsicher bist, welche Kategorie und welcher Führerschein zu deiner Drohne passen, hilft dir das Klassen-Nachschlagewerk von dronexamine, das Label, Gewicht und Unterkategorie sauber zusammenführt.

Warum ist die richtige Klasse so wichtig?

Weil sie bestimmt, wie nah du an Menschen fliegen darfst und welchen Nachweis du brauchst. Eine C1-Drohne darfst du in A1 nahe an Einzelpersonen fliegen, eine C2-Drohne nur mit A2 und Mindestabstand, eine C3-Drohne nur in A3 weit weg von bebautem Gebiet. Wer die Klasse falsch einschätzt, fliegt schnell unerlaubt und riskiert ein Bußgeld.

Häufige Fragen

Muss meine Drohne zwingend ein C-Label haben?

Nein. Ältere Drohnen ohne Klassenlabel dürfen weiter geflogen werden, fallen aber unter die Bestandsregeln nach Gewicht, meist A1 unter 250 Gramm und sonst A3. Neue, ab Werk gekennzeichnete Drohnen bieten dir mehr Flexibilität, weil sie klar einer Klasse und Unterkategorie zugeordnet sind.

Kann ich eine C2-Drohne auch ohne A2 fliegen?

Ja, aber nur unter A3-Bedingungen, also mit mindestens 150 Metern Abstand zu Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten und fern von unbeteiligten Personen. Willst du mit einer C2-Drohne näher an Menschen oder Bebauung heran, brauchst du das A2-Fernpilotenzeugnis. Ohne A2 bleibst du auf A3 beschränkt.

Was ist der Unterschied zwischen C3 und C4?

Beide erlauben bis zu 25 Kilogramm und fliegen in A3. C3-Drohnen dürfen automatische Steuerungssysteme und Remote ID haben, C4 ist bewusst einfacher gehalten und richtet sich an modellflugähnliche Geräte ohne solche Automatik. Für deinen Flug in A3 macht das im Alltag kaum einen praktischen Unterschied.

Brauche ich für C5 oder C6 einen normalen Drohnenführerschein?

Für C5 und C6 in den Standardszenarien reicht der einfache A1/A3-Nachweis nicht. Du brauchst zusätzliche Kompetenz für die spezielle Kategorie und musst dem LBA eine Betriebserklärung für STS-01 oder STS-02 vorlegen. Das ist ein eigener, anspruchsvollerer Weg jenseits der offenen Kategorie.

Dein nächster Schritt

Prüfe das Label und Gewicht deiner Drohne und ordne sie einer Klasse zu. Steht die Klasse fest, weißt du, welchen Führerschein du brauchst. Nutze das Klassen-Nachschlagewerk und den Trainer von dronexamine, um sicherzugehen, dass du in der richtigen Unterkategorie unterwegs bist.